Heimisch werden im Urbanen. Auf dem Weg zur "offenen Stadt" - vom Flickwerk zum Mosaik.

Steiner
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Steiner

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Stuttgart

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0303-2493

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ZLB: Kws 155 ZB 6802
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

Unlängst ist die Frage nach dem gesellschaftlichen Miteinander in bestimmten Räumen wieder akut geworden. In der Diskussion nimmt der Begriff der "Sozialen Mischung" dabei eine prominente Rolle ein. Allerdings hat der Terminus durchaus seine Unschärfen, zumal er Zustand wie Prozess zugleich anspricht. Dennoch wird heute eine gezielte räumliche Durchmischung allgemein angestrebt - als Maßnahme gegen soziale Abschottung, Gewalt und Ausgrenzung. Aus der gemeinsamen Anwesenheit in einem wie auch immer gearteten Raum soll sich gleichsam ein common ground ergeben mit geteiltem Grundkonsens, gegenseitigem Verständnis und Toleranz. Ob und inwieweit diese Annahmen belastbar sind, und welchen Einfluss die Stadtplanung darauf nehmen kann, wird anhand von sieben Thesen diskutiert: 1. Keinem falschen (idealistischen) Bild von Urbanität nachhängen; 2. Offenheit in der Planung zulassen; 3. Ein gewisses Maß an Segregation akzeptieren (damit die Gesellschaft als Ganzes funktioniert); 4. Das Quartier als intermediäre Kategorie (zwischen Wohnung und Stadt) begreifen und stärken; 5. Räume öffentlich machen; 6. Aneignung ermuntern, nicht verhindern; 7. Eine gewisse Kleinteiligkeit gewährleisten. Im Ergebnis bleibt festzuhalten: Funktionierende Nachbarschaften, die sowohl das Mit- als auch das Nebeneinander zulassen, sind Ergebnis langer Prozesse und von unterschiedlich intensiv gewachsenen Sozialbezügen. Planung darf nicht von der Prämisse ausgehen, dass menschliche Bedürfnisse statisch sind. Allerdings erfordert nicht jede soziale Veränderung eine Veränderung von Stadt- und Hausform, hat nicht jede technische Innovation Folgen für Architektur und das urbane Miteinander.

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Nr. 5

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S. 463-469

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