Autonomie und Transparenz. Privatsphäre und öffentlicher Raum in Zeiten der Digitalisierung.

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Berlin

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ZLB: Kws 92/15

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Abstract

Gehört Privatheit zu jenen altanalogen Atavismen, die der homo digitalis leicht entbehrt, wo doch nur Transparenz ein erfülltes Leben schafft? Oder lebt die digitale Anthropologie, die den Menschen als die Summe seiner Daten sieht, nur davon, dass sie den blinden Fleck unausrottbarer Privatheit, ohne den ein menschenwürdiges Leben wohl doch unmöglich würde, programmatisch ignoriert? Ist Post-Privacy wirklich ein Schrei oder doch wieder nur der letzte? Mit diesen allgemeinen Fragen nach den Quellen und Orten von gesellschaftlicher Macht und dem Wandel ihrer Werte befasst sich der "Zwischenbericht". Er beschreibt speziell die Rolle des (analogen) Fernsehens und des (digitalen) Internets für eine Entgrenzung des Privaten, wie sie nach der "Erfindung" der Privatheit in der Kultur-und Sozialgeschichte ohne Beispiel ist - angetrieben von einem Transparenzgebot, das mit den Mitteln der Digitalisierung das Ideal eines autonomen Individuums zu würgen beginnt. Folgt daraus aber wirklich: Privat war gestern? Für solche kernigen Feststellungen ist es viel zu früh. Höchste Zeit aber ist es, auf Entwicklungen aufmerksam zu machen, deren Auswirkungen auf den Alltag sich viele nicht radikal und umfassend genug vorstellen.

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147 S.

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Schriftenreihe der mabb; 27