Die begrabene Stadt. Archäologen rehabilitieren Karthago.

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0006-2375

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IRB: Z 861

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Abstract

Auf winzigen Vorgartenparzellen im Tunis-Stadtteil Carthag graben sich Altertumsforscher aus aller Welt zu den Ursprüngen einer verschwundenen Stadt. Von den Römern vernichtet und nachhaltig aus der Geschichte getilgt, erlebt die phönizische Hochkultur von Karthago ihre Wiedergeburt. Deutsche Archäologen stießen jetzt unter zehn Meter Schutt auf den zentralen Tempel. Der Beitrag zeichnet die phönizische Kultur und ihre Ausbreitung im Mittelmeerraum nach. Anders als von einer Jahrhunderte alten auf die Griechen und Römer fixierten Geschichtsschreibung propagiert, wird deutlich, daß die Phönizier als orientalische Semiten eine Hochkultur geschaffen hatten, die auch in der Architektur der Stadtgründung Karthago zum Ausdruck kommt. Bemerkenswert die Anlage der Stadtbefestigung, zweier künstlicher Häfen und eines Systems unterirdischer Zisternen und Wasserzuführungen. In der kulturellen und wirtschaftlichen Überlegenheit sieht die Autorin ein mögliches Motiv für die vollständige und blindwütige Zerstörung der Stadt durch Rom um 814 vor Christus. (wb)

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Nr.11

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S.18-23

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