Entdeckung der mittelalterlichen Stadtplanung. Das Ende vom Mythos der "gewachsenen Stadt".

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Stuttgart

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ZLB: 2002/82-4
IFL: 2002 B 0109

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CD

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Abstract

Haben Generationen von Historikern geirrt? Die Autoren weisen in dem Band überzeugend nach, dass die Vorstellung von der über Jahrhunderte ständig gewachsenen mittelalterlichen Stadt aufgegeben werden muss. Viele der zunächst organisch erscheinenden Stadtgrundrisse stellen sich bei näherer Untersuchung als Ergebnisse bewusster Entscheidungen und Leistungen von Planern und Ingenieuren heraus. Bahnbrechende neue Forschungen zeigen, dass viele Gründungsstädte mit ihren Vorstädten in einer einzigen großen Maßnahme eingemessen wurden, also auf einer exakten Geometrie basieren. Am Beispiel ausgewählter Städte werden die zugrunde liegenden Messkonstruktionen detailliert dargestellt. Die beiliegende CD-ROM lässt die einzelnen Schritte der Konstruktionen mit einer interaktiven Animation in ihrem Ablauf Schritt für Schritt nachvollziehen. So erlebt der Betrachter die Konstruktion der mittelalterlichen Städte mit eigenen Augen. Die vergleichende Betrachtung von Stadtanlagen, Gebäudegrundrissen und selbst der Miniaturenmalerei offenbart ein bis heute nicht entschlüsseltes Geheimnis der Arbeitsmethodik: Die Anwendung des Wissens der Geometrie, die freie Arbeit mit dem Zirkel innerhalb eines geometrisch fixierten Grundgerüsts, bildet offensichtlich die Basis für jene kulturellen Leistungen des Mittelalters, die wir noch heute staunend bewundern. difu

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389 S.

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