Länderfinanzausgleich in Deutschland. Analyse und umsetzungsorientierte Reformmodelle.

Duncker & Humblot
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Duncker & Humblot

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Berlin

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ZLB: 2001/950

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Abstract

Die Autoren liefern einen Beitrag zur Diskussion um die Reform des Länderfinanzausgleichs aus finanzwissenschaftlicher Sicht. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die angewandten Ausgleichsinstrumente geeignet sind, die fiskalische Autonomie der Länder in dynamischer Perspektive zu gewährleisten, d.h. ob sie ausreichend Anreize zu einer wohlstandssteigernden und nachhaltigen Finanzpolitik belassen, wobei aber die "andere Seite" der fiskalischen Autonomie, die Sicherstellung einer notwendigen Mindestausstattung, nicht aus den Augen verloren. Zudem wenden sich die Autoren intensiv den im gegenwärtigen Finanzausgleich berücksichtigten spezifischen Bedarfen zu: der so genannten Stadtstaatenveredelung, der Veredelung der Gemeindesteuereinnahmen, den Seehafenlasten und den Kosten der politischen Führung in kleineren Ländern. Zweifellos kann der gegenwärtige Länderfinanzausgleich allen Ländern eine gute Mindestausstattung gewährleisten, allerdings mit einer Umverteilungstechnik, die bei Empfängern wie Zahlern gleichermaßen nahezu jeglichen Anreiz zur Pflege der eigenen Steuerquellen zunichte macht. Auch lassen sich die derzeit entgoltenen spezifischen Bedarfe nicht oder zumindest nicht in der gewählten Form und Höhe rechtfertigen. Als Alternativen stellen die Autoren drei nach ihrer Reformintensität gestufte Reformklassen vor. Jede Klasse zeichnet sich gegenüber dem status quo durch höhere Transparenz, deutlich verbesserte Anreizgerechtigkeit und durch Umverteilungsergebnisse aus, die den Ländern mittelfristig tragfähige Mindestausstattungen bieten. Deutlich wird dabei, dass jede Finanzausgleichsreform derzeit Kompromiss bleiben muss: Höhere Anreizgerechtigkeit findet ihre Grenze an der weiter bestehenden Aufgabe, die Finanzkraftdiskrepanzen zwischen Ost und West zu mildern. goj/difu

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202 S.

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Finanzwissenschaftliche Forschungsarbeiten; 71