Kommunalismus. Skizzen einer gesellschaftlichen Organisationsform. Bd. 1, Oberdeutschland. Bd. 2, Europa.
Oldenbourg
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Oldenbourg
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DE
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München
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ZLB: 2000/1383-1.2.
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Abstract
Die Geschichte Europas ist zu großen Teilen eine Geschichte des Kommunalismus. Die Gemeinde als gesellschaftliche Organisationsform von Bürgern und Bauern überlagerte mit ihren Institutionen im späten Mittelalter das Lehnswesen auf der lokalen Ebene und prägte mit ihren Wertvorstellungen die Legitimationsmuster des entstehenden Staates der Frühen Neuzeit. Über die zweckrationalen Strategien der Problemlösung des Alltags erfinden und entwickeln die Gemeinden die Politik, die dem Feudalismus mit seiner normativen Verankerung in der Treue an sich fremd war. Band 1 legt die Schritte der Begriffsbildung dar, wie sie aufgrund einer intensiven Beschäftigung mit den Quellen der Archive des oberdeutschen Raumes und einem typisierenden und abstrahierenden Verfahren der einzelnen Beobachtungen und Ergebnisse erfolgte. In Band 2 wird die Anwendbarkeit des Begriffs Kommunalismus auf Europa geprüft. Ein Kommunalisierungsprozess ist im Spätmittelalter nicht in allen, aber doch in den meisten europäischen Ländern erfolgt. Ihm lagen immer willentliche Akte kleiner gesellschaftlicher Gruppen zugrunde, die sich vornehmlich in Gesetzen ausdrückten, deren materieller Kern indessen eine bemerkenswerte Einheitlichkeit aufwies. Der in der Neuzeit entwickelte moderne Staat in Europa erhielt seine definitorischen und legitimatorischen Zwecke von Frieden und Rechtstaatlichkeit, Gemeinwohl und Gleichheit in viel stärkerem Maße durch den Kommunalismus als durch den von Adel und Königen getragene Feudalismus, dem sie angesichts seiner ethischen Verankerung in der Treue wesensmäßig fremd waren. difu
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XXI, 618 S.