Im Bauch der Stadt. Kanalisation und Hygiene in Frankfurt am Main 16.-19. Jahrhundert.

Kramer
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Kramer

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Frankfurt/Main

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ZLB: 99/3734

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Abstract

Ohne geordnete Entwässerung ist städtisches Leben auf Dauer nicht möglich. Für das Zusammenleben auf engstem Raum ist die Entsorgung der Fäkalien und Abfälle, aber auch die Versorgung mit reinem Trinkwasser von großer Bedeutung. Bis zu den Entdeckungen des Bakteriologen Robert Koch verdächtigten Stadtärzte in der frühen Neuzeit Miasmen - aus verunreinigtem Erdreich oder verschmutzten Gewässern aufsteigende faulige Dünste - der Übertragung von Pest und Cholera. Stadtluft machte aus ärztlicher Sicht nicht frei, sondern krank. Erst mit dem Bau einer systematischen Schwemmkanalisation (1867-1897) gelang die Desodorierung der Stadt. Darüber hinaus beförderten die Kommunalisierung der Straßenreinigung und der Müllabfuhr, die Errichtung von Bedürfnisanstalten, der Bau einer Müllverbrennungsanlage sowie der Ausbau der Trinkwasserversorgung den Rückgang der Infektionskrankheiten. In "reinen" Städten lebte es sich länger. difu

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479 S.

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