Differenzierung des Auftretens und der Herkunft von Pflanzenschutzmittelbelastungen in einem Flußgebiet im Hinblick auf die Trinkwasserversorgung.

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Berlin

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0722-186X

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ZLB: 99/2368-4

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Abstract

Im Wasserschutzgebiet der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH wurde in den Einzugsgebieten zweier Ruhrzuläufe der Eintrag von Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln (PBSM) in die Vorflut untersucht. In beiden Typgebieten wurden relevante Anteile der PBSM-Belastungen im Oberflächengewässer als Folge nichtlandwirtschaftlicher Anwendungen gefunden, deren relative Bedeutung im stärker siedlungsdominierten Typgebiet erwartungsgemäß größer war. Diuronfunde konnten sowohl der Vegetationskontrolle auf Bahngleisen als auch Anwendungen im gewerblichen und privaten Bereich zugeordnet werden. Während Spitzenfrachten im Zusammenhang mit Niederschlagsereignissen festgestellt wurden, erfolgten ca. 30 % aller Diuroneinträge an Tagen mit Niederschlägen unter 2 mm/d und waren an den Basisabfluß gekoppelt. Im Umfeld von Behandlungen auf Bahngleisen konnte Glyphosat in der Vorflut nachgewiesen werden. Trotz Verbotes oder fehlender Zulassung wurden während des Untersuchungszeitraums Atrazin und Simazin häufig, aber zumeist mit geringen Gehalten gefunden. Einzelbefunde mit Spitzenkonzentrationen deuteten jedoch aktuelle unerlaubte Anwendungen dieser Stoffe an, die im nicht-landwirtschaftlichen Bereich erfolgten. Die Herbizide Isoproturon, Chlortoluron und Terbuthylazin dominierten die Befunde bei den landwirtschaftlich angewendeten PBSM, was mit der überwiegenden ackerbaulichen Nutzung in den Typgebieten korrespondiert. goj/difu

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Texte; 32/99