Geographien der Unsicherheit. Bürgerwehren an der ostdeutschen EU-Binnengrenze.

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Berlin

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ZLB: Kws 165/260

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Abstract

Der Beitrag beschäftigt sich aus sozialgeographischer Sichtweise mit neuen Praktiken der Sicherheit an der ostdeutschen Grenze zu Polen, und zwar mit Bürgerwehren als Phänomen des Vigilantismus. Das Phänomen wird dabei eingeordnet in sich verändernde Grenzregime, die durch drei räumliche Transformationen geprägt werden: 1) Reskalierungen im Zuge der Europäischen Einigungsprozesse, 2) Versicherheitlichung als Ausdruck der fortwährenden Orientierung auf die Herstellung von Sicherheit und 3) Ent-Ortungen im Sinne der Verlagerung der räumlichen Praktiken der Überwachung in grenzferne Räume. Diese Kombination von Prozessen kann, oft auch im Zusammenspiel mit weiteren Unsicherheitsfaktoren, zu einem verringerten Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung führen, das sich in vigilantischen Praktiken entlädt. Der Beitrag ordnet diese Entwicklungen konzeptionell ein und plädiert auf Basis dieser Diskussion für eine sensible humangeographische Forschung in von Umbrüchen geprägten Regionen.

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71-82

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