Soziale Mischung und heterogenes Wohnen in Quartier, Haus und Stadt.

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Baden-Baden

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ZLB: Kws 6/15

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Soziale Integration, sozialer Zusammenhalt und soziale Mischung haben in sozial auseinanderdriftenden Stadtgesellschaften eine kaum zu überschätzende Bedeutung erlangt. Tatsächlich ist die Entwicklung gegenwärtig durch sich rasant beschleunigende "Entmischungsprozesse" geprägt, weltweit droht eine beispiellose soziale Spaltung der Städte. Das europaweit dominierende städtebauliche Leitbild der "urbanen Mischung" beinhaltet demgegenüber die wechselseitig aufeinander rückbezogene funktionale Nutzungsmischung und die soziale Vielfalt im Quartier. Die Ablehnung der Entmischungsfolgen ist weitgehend unstrittig. Doch während das Mischungsziel unter Praktikern in den Kommunen, im Städtebau und in der Wohnungswirtschaft auf nahezu einhellige Zustimmung stößt, wird ihm unter Theoretikern auch Skepsis und Ideologieverdacht entgegengebracht. Der Beitrag diskutiert die dabei vorgebrachten Argumente kritisch vor dem Hintergrund einer Sichtung nationaler und internationaler empirischer Befunde, aber auch eigener Forschungsergebnisse. Dabei richtet sich der Blick nicht zuletzt auf die wachsende Zahl neuer Projekte von Gemeinden und gemeinwohlorientierten Bauträgern, die Wohnen im Sinne einer solidarischen Anerkennung von Andersartigkeit (Heterogenität) und Vielfalt (Diversität) denken.

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233-244

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