Die Bedeutung sozialer Determinanten für die Gesundheitsversorgung.

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Ziel ist es, anhand ausgewählter Bereiche der gesundheitlichen Versorgung zu einem besseren Verständnis und einem Informationsgewinn hinsichtlich des Zusammenhangs von sozialen Determinanten und gesundheitlicher Versorgung beizutragen. Im Unterschied zur gängigen Praxis in der Sozialepidemiologie und den Gesundheitswissenschaften liegt der Fokus hierbei nicht primär auf vertikalen Determinanten (Einkommen, Beruf, Bildungsstatus). Vielmehr wird eine integrierte Herangehensweise gewählt, die vertikale Determinanten und horizontale Determinanten (Alter, Geschlecht, Familienstand, etc.) gleichermaßen betrachtet. Zudem werden Erklärungsansätze für Unterschiede aufgrund sozialer Determinanten diskutiert. Die Ergebnisse beruhen auf verschiedenen Datengrundlagen (Routine-, Kohorten-, Surveydaten). Die statistischen Analysen erfolgen anhand binär logistischer Regressionen, Trend- und Clusteranalysen, Diskriminanzanalysen sowie verschiedener Tests (Hosmer-Lemeshow, Omnibus-Tests, Interaktionsterme). Als bedeutende soziale Determinante zeigt sich in allen Teilstudien das Lebensalter - dies beruht zum einen auf der Tatsache, dass mit einem höheren Lebensalter eine höhere Krankheitslast einhergeht. Zum anderen verweisen die Analysen aber auch auf soziale Konnotationen des Alters, etwa in Hinblick auf das diskutierte „Zufriedenheitsparadox“, Unterschiede in der Gesundheitskompetenz oder hinsichtlich der Erwartungshaltungen zur Gesundheitsversorgung. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass quasi biologische Kategorien für Prävention und Interventionsansätze von hoher Relevanz sind. Daher ist eine integrierte und im besten Fall verschränkte Sicht verschiedener sozialer Determinanten der Ungleichheit empfehlenswert.

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VI, 86

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