Landscape for architects. Landschaft für Architekten. Paisaje para arquitectos. (Band 2:) Landscape, Landschaft, Paisaje.

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Basel

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ZLB: Kws 215/160:2

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Abstract

Die Beziehung des Menschen zur Landschaft war für sehr lange Zeit in der Regel einseitig geprägt. Der Mensch kam an einen Ort, schuf künstliche Strukturen und veränderte damit die Landschaft bis hin zur totalen Ausbeutung, um eine kontrollierte Umgebung für die menschlichen Ansprüche zu schaffen. Im Moment wächst das Bewusstsein, dass die einzelnen Bestandteile unserer Landschaften miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Dies führt in vielen Gebieten der Welt zu einem behutsameren Umgang mit dem Gut »Landschaft«. Landschaft wird als Chance begriffen, menschliche Grenzen zu erweitern. Gefragt ist die umfassende Auseinandersetzung mit dem konzep­tuellen Gehalt der Landschaft und damit Fragen, wie Territorien, Ökosysteme, Netzwerke und Infrastrukturen organisiert werden. Stadt und Landschaft werden auf der gleichen Ebene betrachtet. Landschaft dringt in die Stadtgrenzen ein, um die Beziehung zwischen städtischem System und Umwelt neu zu definieren. Routen, die ganze Länder durchziehen, locken Menschen an und machen sie mit der jeweiligen Landschaft bekannt. Grenzbereiche werden ausgelotet, um den Kontrast zwischen Natur und Mensch zu betonen. Bauwerke werden zum Teil der Landschaft und distanzieren sich gleichzeitig von ihr. Agrarlandschaften werden durch Biodiversitätsmaß­nahmen qualifiziert und durch die Implementierung von Wegen und punktuellen Aufenthaltsorten als neue Räume für Erholungssuchende erschlossen. Experimentelle Konzepte versuchen, den realen Prozessbegriff - und nicht nur einzelne Phasen - als Planungsbasis zu eta­blieren und die Phänomene Zeit und Veränderung zu integrieren. Der Prozess wird hier zum eigentlichen Gestalter.

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