Transformation der Siedlungswasserwirtschaft – Steuerungsmechanismen im Diskurs ressourcenorientierter Systemansätze am Beispiel von Thüringen.

Wolf, Mario/Londong, Jörg
de Gruyter Poland - Sciendo
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Datum

2020

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Herausgeber

de Gruyter Poland - Sciendo

Sprache (Orlis.pc)

PL

Erscheinungsort

Warschau

Sprache

ISSN

0034-0111

ZDB-ID

506141-6

Standort

ZLB: Kws 150 ZB 6820

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Neuartige Sanitärsysteme zielen auf eine ressourcenorientierte Verwertung von Abwasser ab. Erreicht werden soll dies durch die separate Erfassung von Abwasserteilströmen. In den Fachöffentlichkeiten der Wasserwirtschaft und Raumplanung werden neuartige Sanitärsysteme als ein geeigneter Ansatz für die zukünftige Sicherung der Abwasserentsorgung in ländlichen Räumen betrachtet. Die Praxistauglichkeit dieser Systeme wurde zwar in Forschungsprojekten nachgewiesen, bisher erschweren jedoch für Abwasserentsorger vielfältige Risiken die Einführung einer ressourcenorientierten Abwasserbewirtschaftung. Ausgehend von einer Untersuchung der Kontexte bei der Umsetzung eines neuartigen Sanitärsystems im ländlichen Raum Thüringens wird in diesem Beitrag der Frage nachgegangen, wie auf Landesebene mit dem abwasserwirtschaftlichen Instrumentarium die Einführung von ressourcenorientierten Systemansätzen unterstützt werden kann. Zentrale Elemente des Beitrags sind die Darstellung der wesentlichen Transformationsrisiken in Bezug auf die Einführung innovativer Lösungsansätze, eine Erläuterung der spezifischen abwasserwirtschaftlichen Instrumente sowie die Darlegung von Steuerungsansätzen, mit denen die Einführung von neuartigen Sanitärsystemen gefördert werden kann. Im Ergebnis wird die Realisierbarkeit von neuartigen Sanitärsystemen durch den strategischen Einsatz des Instrumentariums deutlich, gleichwohl die Wasserwirtschaft durch die Erweiterung der bisherigen Systemgrenzen auf die Kooperation mit anderen Bereichen der Daseinsvorsorge angewiesen ist.
New sanitary systems are an intelligent way to approach wastewater management in the face of demographic and climatic changes. It is also compatible with the emerging paradigm of a resource-oriented management of wastewater. While the general technical applicability of resource-oriented systems has been proven in various projects, the realisation is still on hold. The reasons can be found in several risks for wastewater disposal companies that are linked to the implementation process. Based on an analysis of the general context of an implementation of a new sanitary system in a typical rural area of Eastern Germany, this paper analyses to which extend the implementation of such innovative approaches can be facilitated by the regulation system and which steps need to be taken. According to this aim, risks that can hamper the transformation of the wastewater sector are identified, major administrative controlling mechanisms outlined and depicted in which strategic approach these could be used in order to foster the implementation of resource-oriented sanitary systems. As a result, the feasibility of the implementation of new alternative sanitary systems through the strategic application of the controlling mechanisms is generally proven. However, collaborations of the wastewater sectors with stakeholders of other sectors are required.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Raumforschung und Raumordnung = Spatial research and planning

Ausgabe

4

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

397-411

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