Nutzerorientierte Technologieentwicklung am Beispiel eines "intelligenten" Heizungssystems.

Springer Spektrum
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Wiesbaden

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ZLB: Kws 108/359

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Abstract

Der Einsatz neuester Technologien bei der Entwicklung nachhaltiger Quartiere oder Städte, wie etwa intelligenter Energienetze oder Smart-Home-Systeme, erscheint in besonderen Maße herausfordernd: Es gibt nicht nur die für innovative Technologien üblichen Probleme – seien es mangelnde Akzeptanz seitens der potenziellen Nutzer, die hohen Kosten bei neuer Infrastruktur, die Fehleranfälligkeit neuer Systeme oder deren ungenügende Passung mit etablierten technischen Lösungen –, sondern solche Probleme werden in ihren Folgen geradezu multipliziert, wenn ihr Versagen öffentlich wahrgenommen wird und als Politikum sehr leicht über die Weiterführung von innovativen Quartiers- oder Stadtentwicklungskonzepten (mit-)entscheiden kann. Angesichts solcher Risiken liegt es nahe, für ihre Bewältigung die potenziellen Nutzer in die Technologieentwicklung einzubeziehen und sie nicht allein Entwicklern aus Wissenschaft und Wirtschaft zu überlassen. In diesem Aufsatz soll eine erste Systematisierung unterschiedlicher Akteursvorstellungen zur Vorbereitung einer nutzerorientierten Technologieentwicklung am Beispiel intelligente Heizungstechnik vorgestellt und diskutiert werden. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung einer Nutzertypologie und die Diskussion ihres Nutzens für den weiteren Prozess der Technologieentwicklung. Als Ausgangspunkt werden zunächst zwei Pole (Idealtypen) der möglichen Technikgestaltung illustriert. Auf der einen Seite steht die vollständige Automatisierung der Technik, auf der anderen eine größtmögliche Kontrollierbarkeit durch den Nutzer. Anschließend wird eine Typologie verschiedener Akteursgruppen vorgestellt, die deren jeweilige Anforderungen, Bedürfnisse und Vorstellungen in Bezug auf die mögliche Technikgestaltung erfasst. Im letzten Teil werden dann die Möglichkeiten diskutiert, wie mit Hilfe dieser Typologie ein Kompromiss zwischen den verschiedenen Vorstellungen der Akteure gefunden werden kann. Als Datengrundlage dienen leitfadengestützte Interviews, die im Rahmen des Projektes „Zwickauer Energiewende Demonstrieren“ (ZED) mit Bewohnern, Entwicklern, Akteuren aus der Wohnungswirtschaft und der Energieversorgung geführt wurden. Neben der Technikaffinität der Bewohner, standen vor allem die Einstellung der verschiedenen Akteure gegenüber der technischen Automatisierung der Wohnungen, insbesondere der Heizungssteuerung, sowie die damit angenommenen Vor- und Nachteile im Fokus der Befragungen. Die Ausführungen sollen ein erstes Schlaglicht auf die Perspektiven der verschiedenen Akteure werfen, ohne sie jedoch dahingehend zu bewerten, inwiefern sie wirtschaftlich realisierbar oder technisch exakt sind.

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169-178

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