Zum Kontext des neuen regionalkulturellen Historismus in der Bundesrepublik Deutschland. Kulturmusealisierung als Kompensatorik?
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BBR: Z 703
SEBI: Zs 2548-4
IRB: Z 885
SEBI: Zs 2548-4
IRB: Z 885
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Abstract
Heimatpflege gewinnt eine bis vor kurzem noch kaum vorstellbare Bedeutung, und sie kommt nicht nur in restaurativen Ortsverschönerungen zum Ausdruck, sondern vor allem auch in Aktivitäten, mit denen versucht wird, entschwundenes Gemeinschaftsleben, die vergangene Arbeitswelt oder verschüttetes Brauchtum in die Gegenwart zurückzuholen. Dieser neue Historismus begünstigt vor allem das noch relikthaft vorhandene traditionelle Brauchtum und musealisiert es außerhalb seiner alten Sozial- und Funktionszusammenhänge. Doch er visiert auch die Zukunft an. Er kann aber zu keiner Lösung der Problematik führen, die ihn hervorgerufen hat. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Verlusterfahrungen und historisierender Kompensation. Die zur Zeit laufende zweite industrielle Revolution erzeugt ihren eigenen Folklorismus. Doch kann eine Traditionswelt auch aufgebaut und genutzt werden, um hinter dieser Kulisse den Abbau des geschichtlich Gewachsenen und seiner disfunktional gewordenen Werte um so ungestörter zu betreiben. Das öffentliche Wohlwollen, das dem neuen Historismus gezollt wird, sollte eher bedenklich stimmen. - St.
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Kultur, Regional, Geschichte, Museum, Siedlungsgestalt, Dorf, Sozialkosten, Ideologie, Bildung/Kultur, Denkmal
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Informationen zur Raumentwicklung, Bonn, (1987), H.7/8, S.475-484, Lit.
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Kultur, Regional, Geschichte, Museum, Siedlungsgestalt, Dorf, Sozialkosten, Ideologie, Bildung/Kultur, Denkmal