Auf Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung programmiert? Probleme um Geld und Zins sowie mögliche Lösungen.

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Kehl

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0937-1982

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ZLB: 98/2148-4

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Abstract

Der Autor lenkt den Blick - entgegen vorherrschender Meinung - auf eine ganz andere Ursache von Massenarbeitslosigkeit und Umweltzerstörung, auf Geld und Zins. Unter der Überschrift "Ungleichgewicht zwischen Geld und Gütern" werden drei Formen der Geldweitergabe - Kaufen, Leihen und Schenken - unterschieden und eine Blockierung dieses Kreislaufs durch den Zins, indem Zeit zu Geld gemacht werden kann, konstatiert. Die zerstörerische Dynamik des Zinses - und potenziert des Zinseszinseffekts - wurde schon vor Jahrtausenden bemerkt. Das Zinsverbot zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Sozialethik. Der Autor führt aus älterer Zeit die drei Bücher Mose, die Kirchenväter und Luther an. Ideengeber der neueren Zeit sind vor allem Rudolf Steiner und Silvio Gesell und die von ihm initiierte "Freiwirtschaftsbewegung", die Ende der 20er Jahre zu praktischen Experimenten (WÄRA-Tauschgesellschaft, die Ausgabe von umlaufsicheren Tauschmitteln, von Arbeitswertbestätigungen in hunderten österreichischen Gemeinden) führte. Da heute radikale Lösungen politisch keine Chancen zur Realisierung hätten, plädiert der Autor für Zwischenschritte, die am Bestehenden anknüpfen: für eine dosierte Inflation, die Geld bewußt als etwas Vergängliches handhabbar macht und den Anreiz böte, Geld weiterzugeben - statt durch einseitige Stabilitätspolitik die Mentalität des Habens, Behaltens und Vermehrens zu verstärken würde das Loslassen gefördert -, und für dezentrale Modelle, wie sie die anthroposophische "Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken" und in traditionellerer Weise auch die ÖKO-Bank praktizieren. goj/difu

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20 S.

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Diskussionspapiere; 1998,3