Wohnmobilität und Wohnverhältnisse in West- und Ostdeutschland.

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Berlin

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ZLB: 97/2829-4
BBR: C 25 759

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Abstract

In der Untersuchung werden Prozesse der Wohnmobilität für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in West- und Ostdeutschland auf der Datenbasis des sozioökonomischen Panels analysiert. Als zentrales Ergebnis ist festzuhalten, daß sich das Ausmaß der Wohnmobilität und die Ursachen für einen Wohnungswechsel in West- und Ostdeutschland seit 1990 tendenziell angeglichen haben. Gründe für einen Umzug lassen sich vor allem auf individuelle Lebensumstände und unbefriedigende Wohnverhältnisse zurückführen. Wohnmobilität von Personen steht in einem direkten Zusammenhang zur Stellung im Lebens- und Erwerbsverlauf und ist ebenfalls von Aspekten der persönlichen Lebensführung wie Lebensorientierungen und Freizeitaktivitäten abhängig. Disparitäten zwischen mobilen Personen in West- und Ostdeutschland zeigen sich hinsichtlich der Wohnverhältnisse. Werden die bisherigen Wohnverhältnisse mobiler Personen im Haushaltskontext betrachtet, ergibt sich, daß Wohnmobilität in Ostdeutschland verstärkt mit subjektiv empfundener und objektiv wahrnehmbarer räumlicher Unterversorgung verbunden ist. Die Wohnsituation nach dem Umzug deutet hingegen auf eine Angleichung der Wohnbedürfnisse und Wohnwünsche in beiden Landesteilen. Dies ist beispielsweise bezüglich des Erwerbs von Wohneigentum zu erkennen. Da mit dem Wohnungswechsel ein Anstieg der Wohnzufriedenheit festzustellen ist, und mobile Personen die Veränderungen ihrer Wohnsituation überwiegend als verbessert einstufen, kann Wohnmobilität insgesamt als Optimierungsprozeß bezeichnet werden. difu

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37 S.

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Arbeitspapiere; FS III 97-404