Einkommensverteilung und Armut. Deutschland auf dem Weg zur Vierfünftel-Gesellschaft?

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Frankfurt/Main

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BBR: A 13 557

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Abstract

Der Band präsentiert mikroanalytisch abgeleitete Ergebnisse zur Entwicklung der Einkommensverteilung und der Armut in Deutschland seit Beginn der 60er Jahre. Darüber hinaus werden spezifische Aspekte des Armutsproblems beleuchtet: - die Entwicklung des Niedriglohnsektors und der zunehmenden "Lohnspreizung" sowie die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung der Armutsbevölkerung; - Ursache und Dauer des Sozialhilfebezugs einzelner Bevölkerungsgruppen und in regionaler Differenzierung; - Armut in Europa, nicht nur auf Einkommensarmut beschränkt, sondern auch unter Berücksichtigung von Aspekten sozialer Segregation in Städten und Problemen der Land-Stadt-Migration. Als Fazit der präsentierten Analysen ergibt sich ein Bild zunehmender Spaltungstendenzen in der gesellschaftlichen Entwicklung Deutschlands. Aufgrund der wesentlichsten Ursache von Verarmung in Deutschland - Arbeitslosigkeit - und der sich verschärfenden Arbeitsmarktproblematik ist nicht davon auszugehen, daß relative Einkommensarmut überwiegend ein kurzfristiges Phänomen im Lebenslauf ist. Vielmehr ist - insbes. unter Berücksichtigung der "Infantilisierung" von Armut - eine nachhaltige Spaltung mit der Folge von Segregationsprozessen zu befürchten. Durch die ungelösten Arbeitsmarktprobleme und die Wanderungsbewegungen innerhalb der EU werden diese Tendenzen noch verschärft. - Veith

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230 S.

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Reihe Wirtschaftswissenschaften; 36