Kindeswohlgefährdung: Selektive Korrektur elterlicher Erziehungspraktiken in der Kinder- und Jugendhilfe.

VS Verl. f. Sozialwissenschaften
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Wiesbaden

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Dieser Beitrag richtet sich auf Entwicklungen, Tendenzen und Spaltungen in der Kinder- und Jugendhilfe als Feld personenbezogener Wohlfahrtsproduktion. Im Fokus steht die Kontrolle und Korrektur elterlicher Erziehungspraktiken durch Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe, die ihren Ausgangspunkt in der Gewährleistung und Sicherung des Kindeswohls haben. Wie sich zeigen wird, ist der selektive Zugriff auf bestimmte Elterngruppen historisch angelegt und es lassen sich verschiedene Stränge oder Phasen der Relationierung von kontrollierendem Zugriff und Autonomiezugeständnissen nachzeichnen. An der Thematisierung einer Elterngruppe als "neue Erziehungsversager" wird diskutiert, ob sich hier punitive oder neo-korrektionalistische Tendenzen in der Kinder- und Jugendhilfe zeigen.

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S. 263-279

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