Entwicklungsdisparitäten im vereinten Deutschland und die neuen raumordnerischen Konzepte.

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Bonn

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BBR: Y 1006/58

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Abstract

"Abbau regionaler Disparitäten" war vor Jahrzehnten die plakative Kennzeichnung für eine Zielsetzung, mit der bestimmten Vorgaben des Grundgesetzes entsprochen werden sollte, wie dem Sozialstaatsgebot bzw. der "Wahrung der Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse". Das Gewicht, das dieser Zielsetzung beigemessen wurde, hat sich mit der Zeit erheblich verändert. Heute ist der "Abbau regionaler Disparitäten" in Ostdeutschland das raumentwicklungspolitisch beherrschende Thema. Die Grenzen zwischen den gutgestellten und den immer weiter zurückbleibenden Gebieten ziehen sich nicht mehr den traditionellen Trennungslinien der siedlungsstrukturellen Raumkategorien entlang. Das neue Disparitätenmuster schneidet die herkömmlich genutzten räumlichen Bezugsraster. Die neuen Grenzlinien verlaufen zwischen den Regionen ein und desselben Typs selbst: sowohl zwischen Verdichtungsregionen als auch zwischen ländlich geprägten Regionen. Neben diesen Teilungslinien "quer" durch die herkömmliche Regionstypik werden sich auch regionsinterne neue Teilungslinien - interne sozialräumliche "Dualisierungen" - weiter verstärken. Dies erfordert neue Raumraster und neue Indikatoren für die Analyse. Außerdem sollten Zukunfts- und Disparitätenorientierung künftig in der raumbezogenen Berichterstattung zusammenfallen. - St.

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28 S.

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Arbeitspapiere; 9/1997