Verfeinerung der Prognoseinstrumente in einer neuen Kontrollkultur: Fortschritt oder Gefahr?

Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V.
Loading...
Thumbnail Image

Date

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V.

item.page.orlis-pc

DE

item.page.orlis-pl

Hannover

item.page.language

item.page.issn

1612-1864

item.page.zdb

item.page.orlis-av

item.page.type

item.page.type-orlis

relationships.isAuthorOf

Abstract

Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die individuelle Kriminalprognose. Aus der Sicht des Kriminalrechts gehört zu ihr ferner die Behandlungsprognose. Sie schätzt nicht lediglich ein isoliert vorgestelltes künftiges Verhalten des Probanden ein, sondern umfasst zugleich die Wirkungen, die von den in Betracht kommenden Interventionen ausgehen. In der bisherigen jugendgerichtlichen Praxis erfolgten derartige Prognosen zumeist nur intuitiv und führten zu eher formelhaften Redewendungen. Doch konnten zwischenzeitlich in der Wissenschaft beachtliche Verbesserungen der statistischen Prognoseinstrumente und ihres Einsatzes erreicht werden, so dass ein entsprechender Transfer in die Praxis attraktiv(er) geworden ist. Der Verfasser geht der Frage nach, ob dieser Gewinn auch tatsächlich als kriminalpolitischer Fortschritt angesehen werden kann. Denn die betreffenden Erweiterungen erfolgen im Rahmen einer gewandelten Kontrollkultur. Diese hat sich schrittweise von personenbezogener Zuwendung gelöst und einem ökonomischen Risikomanagement verschrieben. Die Prognosen kommen mithin in einem nunmehr anderen Kontext zur Anwendung, der seinerseits ihre Gestalt - aus hiesiger Sicht: negativ - beeinflusst.

Description

Keywords

Journal

Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ)

item.page.issue

Nr. 3

item.page.dc-source

item.page.pageinfo

S. 244-249

Citation

item.page.dc-subject

item.page.dc-relation-ispartofseries