Wege zur Metropole Ruhr.
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Bochum
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EDOC
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Abstract
Die Studie untersucht erstmals flächendeckend auf kleinräumiger Ebene den Einfluss des wirtschaftlichen und demografischen Strukturwandels in den Stadtteilen auf die Bildungs- und Teilhabechancen der Einwohnerinnen und Einwohner. Sie zeigt einen starken Zusammenhang zwischen dem Sozialraum der Grundschulen und der Übergangsquote zum Gymnasium auf. Wenn die Grundschulen in Bezirken liegen, die sich im Verlauf des Strukturwandels von Arbeitervierteln hin zu sozial benachteiligten Bezirken entwickelt haben, sind die Teilhabechancen der Kinder deutlich geringer als etwa in bürgerlichen Bezirken. Darüber hinaus zeigt sich, dass die deutschen Schüler wesentlich stärker von der Bildungsexpansion profitiert haben als Schüler ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Die besonderen Herausforderungen dieser benachteiligten Quartiere erfordern der Studie zufolge räumlich konzentrierte Maßnahmen. Insbesondere sollte eine stärkere Berücksichtigung des Sozialraums bei der Förderung der Schulen stattfinden. Eine Förderung der Schulen alleine wird jedoch nicht ausreichen, um die "Bildungslücke" zwischen den sozial benachteiligten Bezirken und den bürgerlichen Quartieren zu verringern. Die Bemühungen um eine chancengerechte Bildungslandschaft müssen an eine sozialraumorientierte Sozialpolitik gekoppelt werden, um die Lebensverhältnisse in den benachteiligten Quartieren nachhaltig zu verbessern. Methodisch geht die Studie neue Wege, indem sie den Strukturwandel und den Zusammenhang von Sozialraum und Bildungschancen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Für die umfangreichen quantitativen Analysen wurden bei der Erstellung der Studie Daten der Volkszählungen 1961, 1970, 1987 und 2011 und amtliche Schuldaten verwendet. Erweitert wurde dieser Teil durch qualitative Interviews mit Lehrer/-innen und Schulleiter/-innen.
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451 S.
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ZEFIR-Materialien; 6