Reurbanisierung durch selektive Wanderungen Älterer? Entwicklungen in kleineren niedersächsischen Mittelzentren und ihre siedlungsstrukturellen Folgen.

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DE

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Hannover

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ZLB: Kws 104/391

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EDOC

Zusammenfassung

Kleinere Städte fanden in der Reurbanisierungsdebatte bislang keine Beachtung. Der Beitrag stellt mithilfe von Daten der amtlichen Statistik zunächst typische Wanderungsmuster kleiner niedersächsischer Mittelzentren zwischen 2000 und 2014 dar. Auf Grundlage demografischer Daten werden drei Zuwanderungstypen unterschieden: Reurbanisierung durch Ältere und durch Familien sowie der Sondertyp der Mittelzentren innerhalb einer Samtgemeinde, der für "innerstädtische" Reurbanisierungsmuster steht. 19 kleine Mittelzentren in Niedersachsen repräsentieren diese drei Typen. Dort wurden 2016/2017 leitfadengestützte Telefoninterviews durchgeführt, deren Schwerpunkte auf den beobachteten Wanderungsmustern der Generationen ab 55 Jahren sowie auf dem Handeln planerischer, politischer, freigemeinnütziger und privatwirtschaftlicher Akteure am Wohnungsmarkt lagen. Im Ergebnis werden für die untersuchten Regionen kleinräumige Konzentrationstendenzen konstatiert, die aus der Überlagerung unterschiedlicher endogener und exogener Prozesse resultieren. Auf Grundlage der hier verwendeten Daten wird für diese Prozesse angesichts der (wahrscheinlich) geringen quantitativen Ausprägungen zumindest noch nicht von Reurbanisierung gesprochen. Abschließend werden planerische Implikationen für ländliche Räume diskutiert.

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S. 319-340

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Arbeitsberichte der ARL; 27