Akteure und Akteurkonstellationen in der kommunalen Haushaltswirtschaft. Eine spieltheoretische Simulation der Kassenkredithöhe hessischer Kommunen.

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Kassenkreditverschuldung rückt in hessischen Kommunen seit etwa zwei Jahrzehnten zunehmend in den Fokus. Geprägt von ungewöhnlich hoher Heterogenität und Dynamik, entzieht sich die Verschuldungslage der hessischen Kommunen den verbreiteten gleichungsbasierten Modellen. Als neues Untersuchungsdesign schlägt die Arbeit eine Multi-Agenten-Simulation vor, aufbauend auf einem akteurzentrierten, spieltheoretischen Handlungsmodell. Diese Modellierung trägt insbesondere der Pfadabhängigkeit und der Bedeutung jährlicher, kleinteiliger Entscheidungen der beteiligten Akteure Rechnung, die Verschuldungsprozesse über einen längeren Zeitraum charakterisieren. Aufbauend auf einem eigens zu diesem Zweck geschriebenen Computerprogramm, gelingt es dem hier entwickelten Simulationsmodell die tatsächliche Kassenkreditentwicklung aller 426 hessischen Kommunen von 2001 bis zum Beginn des kommunalen Schutzschirms 2013 mit hoher Übereinstimmung nachzubilden. Auf diesem Wege validiert, lassen sich anschließend die in der öffentlichen Finanzwissenschaft verbreiteten Reformvorschläge durch Veränderung einzelner Parameter im Modell simulieren.

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V, 240 S.

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