Der diskursive Einfluss von Mega-Events auf benachteiligte Quartiere. Eine lexikometrische Analyse der medialen Berichterstattung über Hamburg-Wilhelmsburg.
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DE
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Kiel
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2367-297
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DI
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Abstract
Mit den Leuchtturmprojekten der Internationalen Gartenschau (igs), der Internationalen Bauausstellung (IBA) und der gescheiterten Olympia-Bewerbung versucht sich die Hansestadt Hamburg in den letzten Jahren verstärkt als wachsende Metropole für den globalen Städtewettbewerb in Stellung zu bringen. Zentraler Bestandteil dieser forcierten Stadtpolitik ist der "Sprung über die Elbe", mittels dem Elbinsel-Quartier Wilhelmsburg, welches bis dato als "Problemstadtteil" galt, aufgewertet und attraktiv für Investitionen und einkommensstarke Bevölkerungsgruppen. Mega-Events wie IBA, igs und Olympische Spiele können als dezidierte Werkzeuge von Stadtentwicklung identifiziert werden, welche eine umfassende Revitalisierung und Modernisierung urbaner Flächen als auch darüber hinaus mediale Aufmerksamkeit und Imagegewinn versprechen. In der Arbeit werden die diskursiven Effekte solcher Events auf benachteiligte Quartiere am Beispiel Hamburg-Wilhelmsburg analysiert. Auf theoretischer Grundlage der ideologiekritischen Diskursanalyse, wird Diskurs als ein möglicher gesellschaftsanalytischer Zugang begriffen, der sowohl durch die soziale Realität konstituiert wird als auch für diese (mit-)konstituierend ist. Auf Basis einer lexikometrischen Analyse und anschließenden Kodierungen wurde das Hamburger Abendblatt - als auflagenstärkste Tageszeitung der Hansestadt - im Zeitraum von 2012 bis 2015 auf die Fragen untersucht, welche Themen den Diskurs bestimmen, wie diese Themen rezipiert werden, welche Akteure das mediale Bild der Elbinsel bestimmen und welche Positionen aus dem Diskurs ausgeschlossen werden. Trotz vereinzelter Kritik werden Bauausstellung und Gartenschau als Aufwertung des Viertels und darüber hinaus als geeigneter Weg der Stadtentwicklung im Interesse der Allgemeinheit gesetzt. Damit wird die unternehmerische Stadt als hegemoniales Paradigma der Stadtentwicklung diskursiv abgesichert und gestützt. Neoliberale Leitbilder wie die kreative Stadt oder der Städtewettbewerb und damit verbundene Werkzeuge wie Mega-Events werden von der Politik konsensualisiert und sind dadurch in ihren Grundzügen nicht verhandelbar. Die Arbeit verdeutlicht wie dieser Konsens diskursiv (re-)produziert wird.
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VII, 92 S.
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Kieler Studien zur Stadt- und Regionalentwicklung; 2