Diversität und ethnische Ökonomie - eine Annäherung am Beispiel des Ruhrgebietes.

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Wiesbaden

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ZLB: Kws 114/382

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Abstract

Der Artikel diskutiert den Zusammenhang von Diversität und visueller Mehrsprachigkeit im öffentlichen Raum. Anhand von sechs postindustriellen Stadtteilen des Ruhrgebiets wird untersucht, welche (Sprach-)Gruppen sich in der lokalen Ökonomie wiederfinden und welchen Einfluss die Diversität der nichtdeutschen Bevölkerung auf die Mehrsprachigkeit des Raums nimmt. Dazu wird zu Beginn der Forschungsstand zu ethnischer Segregation, Diversität, visueller Mehrsprachigkeit und ethnischer Ökonomie besprochen, woraufhin die Analyse der Arbeit folgt. Mittels kleinräumiger Daten werden Diversität, lokale Ökonomie und visuelle Repräsentanz in Beziehung zueinander gesetzt. Dabei wird deutlich, dass nicht alle Zuwanderergruppen in vergleichbarem Maß in der lokalen Ökonomie über visuelle Mehrsprachigkeit adressiert werden. Selbst in vergleichsweise segregierten Stadtteilen wie Dortmund Nordstadt mit seinem hohen Anteil an türkischstämmiger Bevölkerung ist Deutsch weitaus relevanter als etwa Türkisch. Zudem kann ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der sichtbaren Sprachen und der Diversität der Bevölkerung verworfen werden. Aus den Erkenntnissen des Artikels lassen sich somit Rückschlüsse auf die Auswirkung ethnischer Segregation auf die lokale Ökonomie und visuelle Repräsentanz und dadurch letztlich auf Machtbeziehungen innerhalb eines Stadtteils schließen.

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S. 117-138

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Quartiersforschung
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