Baut auf, baut auf! Reißt ab, reißt ab! Der industriell errichtete Wohnungsbestand im Spannungsfeld von Marktprozesse, Interessen und Politik.

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Wiesbaden

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ZLB: Kws 520/194

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Abstract

Die Entwicklung des ostdeutschen industriellen Wohnungsbaus vollzog sich stets im Spannungsfeld wirtschaftlicher, politischer, aber auch stets ideologisch geprägter Interessen. Nach der Wende zunächst als Sinnbild sozialistischen Städtebaus verschmäht, wurden die Bestände über viele Jahre umfangreich aufgewertet, bis sich herausstellte, dass aufgrund fehlender Nachfrage riesige Angebotsüberhänge entstanden waren, die neue städtebauliche Missstände, vor allem aber eine Existenzbedrohung für die Wohnungswirtschaft heraufbeschworen. Gegen zunächst zähe Widerstände in Politik, Verwaltung und bei einem Teil der Experten, wurde, um beidem entgegenzuwirken, ab 2002 mit dem Programm Stadtumbau Ost erstmals die systematische Vernichtung von Wohnraum gefördert. Nach einer Phase hoher Abrisszahlen ist der Rückbau inzwischen fast zum Erliegen gekommen, die verbleibenden Bestände stellen für die Städte aber nach wie vor eine vor allem große städtebauliche und soziale Herausforderung dar.

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S. 15-34

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