Die Versorgung der "Hauptstadt der Bewegung". Infrastrukturen und Stadtgesellschaft im nationalsozialistischen München.

Wallstein
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Wallstein

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Göttingen

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ZLB: Kws 550/43

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DI

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Abstract

Was sagen Schienen, Rohre und Kabel über das Funktionieren nationalsozialistischer Herrschaft aus? Für den Autor sind Infrastrukturen nicht bloß technische Artefakte, sondern Interaktionsmedien zwischen Stadtverwaltung und Bevölkerung. Mit diesem innovativen Zugang verdeutlicht er am Beispiel Münchens die enge Verwobenheit von Herrschaft und Gesellschaft im "Dritten Reich". Gerade weil es sich etwa bei der Wasser- und Elektrizitätsversorgung oder beim Nahverkehr um elementare Leistungen der Daseinsvorsorge handelte, lag der Stadt eminent daran, sich als tatkräftige Dienstleisterin zu präsentieren. Sie setzte die Angebote bewusst ein, um das NS-Regime zu stabilisieren und versuchte, mit Anreizen auf das alltägliche Leben einzuwirken. So kommt in der Studie auch die Stadtgesellschaft zu Wort. Denn die Alltagserfahrung der städtischen Infrastrukturen eröffnete einen bemerkenswert freien Kommunikationsraum. Die Bürger artikulierten Forderungen, denen die Stadtspitze entgegenkam, um nicht den Unmut breiter Teile der Bevölkerung zu riskieren. Zugleich zeigt der Autor, dass die "Angebotsseite" im "Dritten Reich" eng mit der Ausgrenzung unerwünschter Menschen verzahnt war.

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432 S.

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München im Nationalsozialismus; 5