Kultur der Daseinsvorsorge. Thesen für einen Diskurs.

Loading...
Thumbnail Image

Date

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

item.page.orlis-pc

DE

item.page.orlis-pl

Berlin

item.page.language

item.page.issn

item.page.zdb

item.page.orlis-av

ZLB: Kws 100,2/61:1

item.page.type-orlis

relationships.isAuthorOf

Abstract

Die These dieses Beitrags lautet, dass Probleme der Daseinsvorsorge nicht allein mit dem Grundsatz der Subsidiarität gelöst werden können, sondern einer Neuordnung der verschiedenen Aufgaben nach Gesichtspunkten der Subsistenz bedürfen. "Etwas selbst bewirtschaften" umfasst erheblich komplexere Handlungen als "etwas selbst zu entscheiden": Damit geht eine politische und rechtliche Abwägung legitimer - weil systemisch bedingter - Ansprüche auf die Nutzung und Entwicklung natürlicher und sozialer Ressourcen einher. In dieser Logik kehrt sich das Diskursprinzip um, nach dem bislang die meisten Debatten im Kontext der Daseinsvorsorge geführt werden. Es geht demnach weniger um die Ansprüche des Einzelnen gegenüber dem Staat, als vielmehr um das Recht auf einen Selbsterhalt von Haushalten, Gebietskörperschaften und Staaten, deren sozialer Zusammenhalt verlorengeht, wenn alle Funktionen des Lebens als Dienstleistungen privatisiert oder an übergeordnete Ebenen abgegeben werden. Vonnöten ist eine neue Kultur der Daseinsvorsorge im Sinne des Selbsterhalts der sozialen Systeme. Bei der Wahrnehmung ihrer Funktionen als bloßer Kostenlasten handelt es sich dagegen um eine Verzerrung, die am Ende darauf hinausläuft, dass das Leben selbst zu viel kostet.

Description

Keywords

Journal

item.page.issue

item.page.dc-source

item.page.pageinfo

S. 153-159

Citation

item.page.dc-subject

item.page.dc-relation-ispartofseries