Der Ausbau von Offshore-Windparks in Deutschland aus einer Innovationsperspektive.

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0034-0111

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ZLB: Kws 150 ZB 6820

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Abstract

Staatliche Steuerungsinstrumente sind für die Diffusion von erneuerbaren Stromerzeugungstechnologien von zentraler Bedeutung. Mit ihnen können politisch erwünschte und vom Markt unzureichend berücksichtigte Effekte (z. B. Emissionsreduzierung) gefördert werden. Dieser Zusammenhang lässt sich am Beispiel des Ausbaus der Offshore-Windenergie in Deutschland zeigen: Mit der Implementierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 sollten durch finanzielle Anreize und planerische Freiheiten für Projektentwickler geeignete Rahmenbedingungen für einen Ausbau der Offshore-Windenergie geschaffen werden. Allerdings - so die grundlegende These des Beitrags - waren die in der Anfangsphase des Ausbaus implementierten Steuerungsinstrumente nicht nur ungeeignet, um zentrale Hindernisse zu beseitigen, sondern sie verhinderten darüber hinaus vielmehr eine zügige Entwicklung: Insbesondere die fehlende räumliche Steuerung in der Anfangsphase des Ausbaus förderte Nutzungs- und Naturschutzkonflikte und begünstigte einen Wildwuchs der Offshore-Windparks, der einer effizienten Netzanbindung entgegenstand. Durch Modifikation bestehender und der Implementierung neuer Steuerungsinstrumente versuchten die staatlichen Akteure, die Rahmenbedingungen für den Ausbau zu verbessern. Diese Steuerungsversuche werden aus einer Innovationsperspektive mit Hilfe der Konstellationsanalyse analysiert. Hierbei wird - basierend auf einer Dokumentenanalyse und Expertengesprächen - gezielt das Wirkungsgefüge von staatlichen Steuerungsversuchen und sozioökonomischen, technischen und natürlichen Einflussfaktoren untersucht. So kann gezeigt werden, dass erst durch langwierige Lern- und Aushandlungsprozesse Steuerungsinstrumente implementiert wurden, mit denen geeignete Rahmenbedingungen für den Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland geschaffen werden konnten.

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Raumforschung und Raumordnung

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Nr. 1

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S. 19-33

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