Selbständig mobil sein - Integration auf zwei Rädern.
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DE
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Berlin
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ZLB: Kws 29/153
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Abstract
Zentraler Bestandteil einer Willkommenskultur ist es, Flüchtlingen aktive gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Ob Teilnahme an einem Deutschkurs, einer Sportveranstaltung oder der Weg zur Arbeit: Mobilität ist die Voraussetzung dafür - und ein Kernelement für eine gelungene Integration. Dabei können der Standort der Unterbringung und die Qualität der Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowohl Interaktionen fördern als auch einschränken. Wenn Flüchtlinge überwiegend in ländlichen Gebieten oder in Stadtrandlagen untergebracht werden, sind sie meist von Anfang an mit erheblichen Mobilitätseinschränkungen konfrontiert. Die Sicherstellung der Mobilität beginnt daher schon bei der Wahl geeigneter Wohnstandorte. Die meisten Flüchtlinge sind zunächst auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Dem Informationsbedarf bei der Nutzung von Bussen und Bahnen kommen viele Verkehrsverbünde mit entsprechenden mehrsprachigen Informationen zum Liniennetz wie auch zum Tarifsystem entgegen. Vom ersten Tag ihres Aufenthaltes in Deutschland spielt darüber hinaus die Verkehrssicherheit eine wichtige Rolle, da ihnen das deutsche Verkehrssystem nicht vertraut ist und sprachliche Barrieren ein sicheres Verkehrsverhalten deutlich erschweren. Daher gilt es, frühzeitig die wesentlichsten Verkehrsregeln zu vermitteln. Angekommen in Deutschland, könnte das Fahrrad für Geflüchtete zu einem idealen Verkehrsmittel werden, es ermöglicht eine selbständige Mobilität, erweitert den Aktionsradius und ist in seiner Nutzung quasi kostenlos. Diese Vorteile haben sich deutschlandweit schnell herumgesprochen, über 500 Fahrradprojekte für Flüchtlinge stellen inzwischen Fahrräder zur Verfügung, vermitteln Verkehrsregeln oder organisieren Fahrradfahrkurse und Selbsthilfewerkstätten.
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S. 212-219
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Difu-Impulse; 1/2018