Systematische Vorbereitung auf Krisenfälle. Verwaltungsscreening für kommunale Produkte, Leistungen und Prozesse.
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DE
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Köln
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Abstract
Kommunen können vielfältigen Krisenfällen, wie z. B. Hochwasser, Stromausfällen, Terrorangriffen oder auch Pandemien ausgesetzt sein. Um im Krisenfall schnell und effektiv reagieren zu können, ist es wichtig, sowohl die zu priorisierenden Leistungen und Prozesse als auch die zurückzustellenden Aufgaben bereits im Vorfeld zu klären. Im Ergebnis entsteht ein Prioritätenplan, der es dem kommunalen Krisenmanagement ermöglicht, präventiv Maßnahmen zu ergreifen, um die relevanten Prozesse "krisenfester" zu machen. Im Krisenfall selbst hilft die Priorisierung, die zur Durchführung der relevanten Leistungen notwendigen Ressourcen bereitzustellen, während die übrigen Ressourcen, insbesondere Personal und Gebäude, verstärkt für akute Aufgaben zur Bewältigung bzw. Nachsorge der Krise eingesetzt werden können. Den einzelnen Fachbereichen hilft der Prioritätenplan, das eigene Leistungsspektrum im Krisenfall schnell anzupassen. Grundlage für die Analyse schafft das Verwaltungsscreening; eine effiziente und effektive Methode zur systematischen Untersuchung des Verwaltungshandelns. Die gesamte Verwaltung wird dabei nach einheitlichen Kriterien "durchleuchtet". Die Methode ist vielseitig einsetzbar und liefert stets eine belastbare Grundlage für weitere Arbeitsschritte. In diesem Berichtsprojekt wurden sämtliche kommunalen Leistungen bzw. Prozesse systematisch auf ihre Relevanz im Krisenfall geprüft. Der Bericht umfasst die Erläuterung der Vorgehensweise und liefert praxisnahe Empfehlungen für die Durchführung eigener Priorisierungen. Darüber hinaus werden die Ergebnisse aus verschiedenen kommunalen Priorisierungsprojekten für den Krisenfall vorgestellt. Hierfür konnten Ergebnisse von zwei Forschungsprojekten genutzt werden. In den Projekten "Interkommunale Konzepte unter Einbeziehung der Bevölkerung zur Stärkung der Resilienz von Ballungsgebieten" (Interkom) und "Generischer Notfallplan und adaptives Prozessmodell zum Schutz der Kommunalverwaltung im Pandemiefall" (GenoPlan) wurde das Verwaltungshandeln verschiedener Kommunen für die Krisenszenarien Stromausfall bzw. Pandemie analysiert und priorisiert.
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39 S.
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KGSt-Bericht; 2017,16