Umbau statt Abriss: De Flat Kleiburg in Amsterdam.

Kunz, Gabriele
Hammonia
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Datum

2017

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Herausgeber

Hammonia

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Hamburg

Sprache

ISSN

0939-625X

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 510 ZB 6884
BBR: Z 143

Dokumenttyp (zusätzl.)

Autor:innen

Zusammenfassung

Die Wohnzeile Kleiburg ist Teil der Amsterdamer Großwohnsiedlung Bijlmermeer, die in den 1960er Jahren für Familien mit mittlerem Einkommen errichtet wurde. Bei ihrer Fertigstellung zählte die Siedlung 31 Hochhäuser mit 13.000 Wohnungen, verwaltet von 15 Wohnungsgesellschaften. Doch schon bald erwies sich die Siedlung als Fehlplanung, denn es mangelte an Einkaufsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen. Statt der Amsterdamer Familien, für die der Stadtteil eigentlich vorgesehen war, konzentrierten sich große Gruppen sozial benachteiligter Menschen in dem Viertel. Manche Gegenden von Bijlmermeer waren berüchtigt für Kriminalität, Verwahrlosung und Drogenprobleme. In den 1990 Jahren begann eine groß angelegte Quartierserneuerung. Viele Hochhäuser wurden abgerissen und durch Reihenhäuser oder kleinere Geschossbauten ersetzt. Die 400 Meter lange Zeile Kleiburg mit ihren 500 Wohneinheiten, die seit 2009 leer stand, sollte ursprünglich auch abgerissen werden. Um den Bau doch noch zu retten, wurde ein kosteneffizientes Sanierungskonzept vorgelegt, das in dem Beitrag vorgestellt wird. Die Architekten konzentrierten sich darauf, die Gebäudestruktur freizulegen und zu optimieren. Der Ausbau der entkernten Wohnungen, die weder Bad und Küche noch irgendeine Raumaufteilung hatten, lag bei den künftigen Bewohnern. Für die Sanierung erhielten die Architekten den Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur 2017, der erstmalig nicht an einen Neubau ging, sondern darauf aufmerksam machen wollte, welche Chancen in der Sanierung von Bestandsbauten liegen.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Die Wohnungswirtschaft

Ausgabe

Nr. 10

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 30-32

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Sammlungen