Urbanität oder Stress? Städtische Dichte und Baukultur.

Hammonia
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Hammonia

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DE

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Hamburg

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0939-625X

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ZLB: Kws 510 ZB 6884
BBR: Z 143

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Abstract

Der Bedarf an zusätzlichen Wohnungen in Ballungsräumen ist unübersehbar. Doch wo sollen sie entstehen - in neuen Baugebieten auf der grünen Wiese oder in bestehenden Quartieren? Theoretisch sind sich die meisten Kommunalvertreter und Stadtplaner einig: Innenentwicklung hat Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete. Das vorherrschende Idealbild ist Wohnen in gewachsenen, von Nutzungsmischung geprägten Strukturen. Verbunden mit dem Begriff der lebenswerten Stadt ist die Idee der Stadt der kurzen Wege mit einer funktionierenden Nahversorgung und einer gewissen Dichte. Doch blickt man genauer hin, wird es komplizierter, denn mehr Dichte bedeutet nicht zwangsläufig mehr Urbanität, sondern kann auch Stress für die Bewohner auslösen, wenn zum Beispiel durch Nachverdichtungsmaßnahmen die Anwohner Grünräume in ihrer Nachbarschaft verlieren. Zur Erleichterung von Nachverdichtungsmaßnahmen wurde vom Gesetzgeber die Einführung des neuen Baugebietstyps "Urbanes Gebiet" beschlossen. Das Deutsche Institut für Urbanistik gGmbH in Berlin hat zu diesem Anlass eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel "Städtische Dichte: Urbanitätsversprechen oder Stressfaktor?" organisiert, auf der Befürworter und Kritiker des neuen Baugebietstyps zu Wort kamen. Einig waren sich die Teilnehmer, dass ergänzendes Bauen im Bestand und die Revitalisierung innerstädtischer Grundstücke allein nicht ausreicht, um dem Nachfragedruck zu entsprechen. In den großen Städten geht es auch um den Bau von Neuen Stadtteilen. Diese sollten eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität aufweisen und unterschiedliche Nutzungen vorsehen. Die Fehler der Nachkriegszeit, die unter Zeitdruck im sozialen Wohnungsbau gemacht wurden, sollten sich nicht wiederholen. Vielmehr sollte beispielsweise auf den Siedlungsbau der 1920er und 1930er Jahre zurückgegriffen werden, wo die Vertreter der Moderne gezeigt haben, wie man hohe Qualität zu günstigen Preisen erreichen kann.

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Die Wohnungswirtschaft

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Nr. 7

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S. 20-22

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