Gartenstadt Karlsruhe - ein stark gefragtes Kleinod. Wohnen im Denkmal.

Hammonia
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Bandtitel

Herausgeber

Hammonia

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Hamburg

Sprache

ISSN

0939-625X

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 510 ZB 6884
BBR: Z 143

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Die Gartenstadtbewegung nahm ihren Anfang in England zum Ende des 19. Jahrhunderts. Dem theoretischen Modell einer eigenständigen Gartenstadt mit Arbeitsstätten und landwirtschaftlichen Flächen zur Selbstversorgung folgte 1903 die "Garden-City Letchworth" bei London und bald danach wurden mehrere Gartenvorstädte errichtet. Sie waren Vorbild für die 1902 gegründete Deutsche Gartenstadt Gesellschaft (DGG). Im Jahr 1905 entstand die DGG-Ortsgruppe Karlsruhe, aus der 1907 die Gartenstadt Karlsruhe eG hervorging. Gründer waren eine Gruppe von Künstlern und sozial engagierte Menschen. Sie unterstützten die Wohnungsreformbewegungen in ihrem Bestreben, den gemeinsam erworbenen Grundbesitz der Bodenspekulation zu entziehen, die Gebäude im Eigentum der Genossenschaft zu behalten und Wohnungen nur an Mitglieder oder in Erbmiete abzugeben. Die in dem Beitrag vorgestellte gleichnamige Wohnsiedlung im Nordosten von Karlsruhe-Rüppurr entstand in den Jahren 1910 und 1912. Mit zwei aus den 1920er Jahren stammenden, in einem Halbkreise angeordneten Hauptgebäuden, die das Tor zur Siedlung bilden, wurden die Wohnstraßen von der Hauptverkehrsstraße abgeschirmt. Vorgärten und Grünflächen mit Beeten erwecken den Eindruck einer Villensiedlung. Die Siedlung Rüppurr steht unter Denkmalschutz, sowohl das Ensemble auch auch jedes einzelne Objekt. Heute gehört es zu den Hauptaufgaben der Gartenstadt Karlsruhe eG, den vorhandenen Bestand zu pflegen, zu sanieren und zu restaurieren. Die Sanierungsarbeiten erfolgen unter Aufsicht des Denkmalamtes. Insgesamt wurden seit der Gründung der Baugenossenschaft rund 2.000 Wohnungen in den Karlsruher Stadtteilen Rüppurr, Bulach, Daxlanden und Grünwinkel errichtet, deren Wohnwert es zu erhalten gilt.

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

Die Wohnungswirtschaft

Ausgabe

Nr. 2

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Seiten

S. 22-24

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