Die deutsche "Energiewende" nach Fukushima. Der wissenschaftliche Diskurs zwischen Atomausstieg und Wachstumsdebatte.

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Marburg

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ZLB: Kws 271/618a

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Abstract

Seit dem Beschluss zur "Energiewende" der Bundesregierung im Jahre 2011 nach dem verheerenden Atomreaktorunglück von Fukushima in Japan wird die Energiewende in Politik, Gesellschaft und Medien vielfach und zunehmend kontrovers diskutiert: Debatten um Strompreise, Gerechtigkeitsaspekte, Probleme bei der Organisation und Abstimmung, technische Fragen, die Rolle der Zivilgesellschaft und ökologische wie ökonomische Auswirkungen sind nur einige Beispiele dafür. Auch werden an dem politischen Beschluss und der dahinter stehenden Idee, Zweifel und Kritik laut: Befürchten die einen, die Energiewende könnte unterkomplex ausfallen und zentrale Problemfelder wie den Klimawandel oder den Ressourcenschwund zu unentschlossen angehen, kritisieren andere, dass die Risiken einer vorschnellen Energiewende in Hinblick auf Versorgungssicherheit, Preis- und Systemstabilität nicht ausreichend berücksichtigt würden. Die energiepolitische Entwicklung in Deutschland ist über den Atomausstieg hinaus letztlich eingebettet in die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts - Klimawandel, Ressourcenknappheit, Wirtschaftskrisen, Wachstumsdebatten.

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442 S.

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Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung; 8