Kritik und Gewalt. Sarrazin-Debatte, "lslamkritik" und Terror in der Einwanderungsgesellschaft.
Wochenschau
item.page.uri.label
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Wochenschau
item.page.orlis-pc
DE
item.page.orlis-pl
Schwalbach
item.page.language
item.page.issn
item.page.zdb
item.page.orlis-av
ZLB: Soz 765/131
item.page.type
item.page.type-orlis
relationships.isAuthorOf
Abstract
Die "Integrationsdebatte" nach Thilo Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" offenbarte ein Paradox - eine wachsende Akzeptanz des kulturellen Pluralismus, besonders unter jüngeren Menschen, und zugleich massive kulturelle Ressentiments in der Einwanderungsgesellschaft. Der Autor beleuchtet Ursachen, Hintergründe und bedrohliche Folgen dieser paradoxen Spannung. Ihr Ergebnis ist eine gefährliche Ersatzdebatte anstelle der verdrängten Diskussion um die neue Identität in der Einwanderungsgesellschaft. Das Buch beschreibt diese Ersatzdebatte als "negative Integration": die Selbstvergewisserung der Mehrheit durch die Ausgrenzung einer großen - muslimischen - Minderheit. Die Politik verkennt die Brisanz dieser negativen Integration, solange sie "Integrationspolitik" nicht als Gesellschaftspolitik für alle versteht. Der Autor identifiziert Zusammenhänge von Wortgewalt und Tatgewalt am Beispiel antimultikulturell und antiislamisch motivierter Bluttaten aus jüngster Zeit: dem Breivik-Massaker in Norwegen und den Serienmorden des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Deutschland. Mit der Zunahme von Integrationserfolgen und der pragmatischen Akzeptanz kultureller Vielfalt sind in Deutschland auch aus kultureller Angst geborene fremdenfeindliche Abwehrhaltungen gewachsen, vor allem gegenüber dem Schreckgespenst Islam.
Description
Keywords
Journal
item.page.issue
item.page.dc-source
item.page.pageinfo
398 S.
Citation
item.page.subject-ft
item.page.dc-subject
item.page.subject-tt
item.page.dc-relation-ispartofseries
Positionen