Feminine Standorte.

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Gerlingen

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ZLB: Kws 175/84

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Abstract

Gibt man im Januar 2013 in Google den Suchbegriff "sterbende Innenstadt" ein, erscheinen 520.000 Einträge. Gibt man "Landflucht" ein, sind es immerhin 255.000. Die Tendenz ist steigend. Allenthalben geht in deutschen Klein- und Mittelstädten, vor allem aber im ländlichen Raum die Angst um vor Leerständen, Banalisierung und rückläufiger Frequenz. Im ländlichen Raum ist die Situation bisweilen schonbeklemmend: verlassene und verfallende Gebäude, keine Nahversorgung mehr, keine Ärzte. Die Gründe dafür sind vielfältig. Besonders relevant für die Ursachenforschung sind die Binnenwanderung, die seit Jahren anhaltende emotionale Verlangweilung und Verödung ländlicher Gebiete, vieler Klein- und Mittelstädte sowie die zunehmende Verlagerung des Konsums in den virtuellen Handel via Internet und auf die grüne Wiese; rational ist das alles erklärbar! Die stärksten Antriebskräfte sind allerdings emotionaler Art. Viel zu lange wurden die emotionalen Wanderungsursachen in der Bundesrepublik ignoriert und unterschätzt. Betrachtet man wachsende Standorte, kann man vor allem feminine Attribute erkennen, die die Aufenthaltsqualität sichern. Das feminine Prinzip mit seinen positiv konnotierten Konsequenzen ist aus aufstrebenden Standorten nicht wegzudenken. Feminine Standorte gewinnen zunehmend an Attraktivität und haben in der Folge prosperierende Zukunftschancen.

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110 S.

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