Ein Refugee Impact Fund zur Finanzierung von Bildung und Qualifizierung für Flüchtlinge.

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Berlin

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1610-3548

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Abstract

Nach den Berechnungen der Studie belaufen sich die zu erwartenden Ausgaben für Bildung und Ausbildung in den kommenden Jahren auf etwa ca. 25 Mrd., wenn man von 800.000 Zuwandernden ausgeht, und auf ca. 48 Mrd., wenn es 1,5 Mio. werden sollten. Auf einzelne Jahre umgelegt ist mit bildungsbedingten Kosten von ca. 5 bis 7,5 Mrd. zu rechnen; wobei sich diese Beträge ausschließlich auf diejenigen beziehen, die in diesem Jahr nach Deutschland kommen. Diese Ausgabenbeträge werden über mehrere Jahre aufzubringen sein und nur langsam absinken. Gelingt jedoch die erfolgreiche Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, wovon in Zeiten des demografisch bedingten Fachkräftemangels bei ausreichender Qualifikation - wie bei den hier Aufgewachsenen auch - auszugehen ist, dann verringern sich nicht nur die Kosten für Unterbringung und Sozialleistungen, sondern es entstehen Mehreinnahmen in den öffentlichen Haushalten und in den Sozialversicherungen. Wie hoch diese Mehreinnahmen sein werden, hängt davon ab, wie viele der jetzigen Flüchtlinge später erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert werden, wie viele Familienangehörige sie versorgen und, nicht zuletzt, vom durchschnittlichen Gehalt sowie den Kosten der Bildungsmaßnahmen etc. Berechnungen zu den zu erwartenden fiskalischen Erträgen kommen fast durchgängig auf zweistellige Beträge, d.h. von Renditen, die bei über 10% liegen. Da anzunehmen ist, dass die öffentliche Hand die notwendigen Investitionen nicht alleine wird finanzieren können, wird in der Studie ein Refugee Impact Fund vorgeschlagen, der private Mittel, z.B. von (Lebens) Versicherungen, (anderen) Unternehmen, Stiftungen, aber auch Privatpersonen, einsammelt, um sie in Bildung und Qualifizierung von Flüchtlingen zu investieren. Als Gegenleistung soll der Fonds an den öffentlichen Steuer- und Sozialversicherungsmehreinnahmen und Einsparungen bei den Sozialausgaben beteiligt werden.

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22 S.

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FiBS-Forum; 57