Bauen verbilligen und Horten verteuern. Widersprüche der Wohnungs- und Baulandpolitik.

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Die Wohnungsnachfrage wächst in Großstadtregionen durch Landflucht und neuerdings auch durch Auslandszuwanderung. Das regionale Angebot hält nicht annähernd Schritt mit der (zuwanderungsbedingten) Nachfrage; die Preise steigen, worunter vor allem einkommensschwache Haushalte leiden. Daher zieht die Politik alle Register von Kooperation, Intervention und Förderung. Dabei ergeben sich v.a. in der Diskussion über Baukosten erhebliche Widersprüche zwischen politischem Wunsch und Handeln auf. Rund die Hälfte des Kostenanstiegs für den Neubau 2000-14 ist auf veränderte oder neue Vorgaben bzw. Anforderungen von Bund, Ländern und Kommunen sowie auf unzureichende Bereitstellung von Baurechten zurückzuführen. Die Baulandpolitik ist ein wesentliches Instrument zur Preisdämpfung, weil nur mehr Wohnungen die Knappheit und damit die Ursache beseitigen. Hinreichend verfügbares Bauland senkt einerseits direkt die Wohnungsneubaukosten und ermöglicht anderseits eine Steigerung des Anbieterwettbewerbs, weil auch preiswerte Anbieter zum Zuge kommen können. Die Bereitstellung von mehr Baurechten führt aber ins Leere, wenn diese dem Markt nicht zur Verfügung stehen, weil Eigentümer aus spekulativen oder anderen Motiven Bauland horten. Durch die Weiterentwicklung der Grundsteuer zu einer Bodenwertsteuer, die ausschließlich den Wert des Grundstückes und nicht den der Bebauung besteuert, entstünden enorme Anreize für zügigen Verkauf und Bebauung brach liegender oder untergenutzter Grundstücke.

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15 S.

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empirica paper; 227