Aufwertung. Verdrängung. Soziale Mischung sichern. Das Beispiel Berlin.

Steiner
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Steiner

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Stuttgart

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0303-2493

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ZLB: Kws 155 ZB 6802
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

In den letzten drei Jahren ist Berlin um etwa 130.000 Personen auf nunmehr 3,517 Mio. Einwohner gewachsen. Die Metropole ist eine traditionelle Mieterstadt. Als Treiber von Aufwertungsprozessen wirken in der Hauptstadt auch die bislang sehr günstigen Preisniveaus auf dem Grundstücksmarkt und bei den Lebenshaltungskosten. Dass das innerstädtische Wohnen im gründerzeitlichen oder neu errichteten Geschosswohnungsbau für die Mittelschichten besonders attraktiv ist, ist städtebaugeschichtlich nicht selbstverständlich. Berlin kann auf eine erfolgreiche Geschichte der sozialverträglichen Steuerung von Aufwertungsprozessen zurückblicken. Die städtebaulich-räumlichen Ansätze stehen vermehrt in der Kritik so genannter Gentrifizierungsgegner, die argumentieren, dass bauliche Aufwertungen - von staatlich geförderten Stadtumbau- und Infrastrukturprojekten bis hin zu kleineren Maßnahmen wie der Erneuerung von Spielplätzen - lediglich als Vehikel dienen, privaten Immobilienfirmen das Investieren in den bislang stigmatisierten Gebieten schmackhaft zu machen. Mit den laufenden stadt(entwicklungs-)planerischen Konzepten und Instrumenten, miet- und wohnungspolitischen Maßnahmen werden die seitens des Landes Berlins zugänglichen Wege beschritten, um soziale Mischung in den Quartieren zu sichern, Verdrängung zu reduzieren und Aufwertungsprozesse verträglich zu steuern. Neben den rein planerischen Aktivitäten kommt der Gestaltung und Moderation von (Wachstums-) Prozessen eine besondere Bedeutung zu, um in der wachsenden Metropole Verabredungen und Akzeptanz für Veränderungen zu erreichen.

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Nr. 4

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S. 291-304

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