Was bedeutet Gentrifizierung und welche Rolle spielt die Aufwertung städtischer Wohnbedingungen?

Steiner
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Steiner

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Stuttgart

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0303-2493

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ZLB: Kws 155 ZB 6802
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

Eine Reihe deutscher Großstädte hat seit einigen Jahren wieder Bevölkerungsgewinne zu verzeichnen. Daraus folgt eine wachsende Nachfrage nach Wohnraum mit entsprechend steigenden Mieten und Preisen. Die Medien berichten über Gentrifizierung und meinen damit Verdrängung alteingesessener Bewohnerinnen und Bewohner durch zahlungskräftigere Bevölkerungsgruppen. Sie werden durch aufgewertete Wohnungsbestände und ein ansprechend gestaltetes Wohnumfeld angezogen. In besonders gefragten Lagen - meist Altbauquartieren - entwickeln sich zusehends "Inseln", auf denen ähnlich konditionierte Bevölkerungsgruppen mit ähnlichen Wohnpräferenzen ganze Stadtquartiere einnehmen. Die meisten Veränderungen innerhalb städtischer Quartiere verlaufen allerdings, ohne besondere Aufmerksamkeit zu erregen. Aus Perspektive von Politik und Verwaltung sind Aufwertungen im Bestand - Wohnungen, Wohngebäude und Wohnumfeld - erklärtes und fiskalisch verankertes Ziel. Jahrzehntelang sind Städtebaufördermittel auch in die Stadtquartiere geflossen, die heute als Beispiel für soziale Verdrängungsprozesse genannt werden. Wo liegen die Schnittmengen, wo die Konfliktlinien zwischen Aufwertungsprozessen und einer sozial gerechten Stadtentwicklung? Der Artikel zeigt hinsichtlich des Wohnens in der Stadt aktuelle Entwicklungstrends auf, beleuchtet die stadtsoziologischen Wurzeln des Begriffs der Gentrifizierung und die städtebauliche Notwendigkeit von Aufwertung, fragt nach Verdrängung und Segregation als unintendierte Folgen von Aufwertungsprozessen und geht schließlich auf Bewertungs- und Steuerungsmöglichkeiten ein.

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Nr. 4

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S. 267-275

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