Das Karussell im Landschaftsgarten. Bewegungsspiel und Festkunst als Repräsentationspolitik am Ende des Ancien Régime. Raumwahrnehmung und inszenierte Geselligkeit im Kurpark Wilhelmsbad.

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Frankfurt/Main

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ZLB: Kws 220/51

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DI

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Abstract

Eine Hauptintention der Arbeit besteht darin, dem Karussellgerät, im Speziellen dem Parkkarussell des 17. und 18. Jahrhunderts, einen ihm bislang verwehrten Platz in der Kunst- bzw. Gartenkunstgeschichte einzuräumen. Zu diesem Zweck werden zunächst die politische sowie die höfische Bedeutung des Karussells als Reiterspiel und dessen Verbindung zum mechanischen Karussell dargelegt. Darauf aufbauend erfolgt eine Analyse der mitteleuropäischen Karussellgeräte, die dazu dient, die Gerätetypen, vor allem das jeu de bague und das deutsche Karussell, deren Ausstattungen und Prestigefunktionen sowie die Art ihrer Einbindung in die jeweiligen Parkprogramme zu differenzieren. Die Ergebnisse dieser Analyse sind eine wichtige Grundlage, um aufzeigen zu können, dass die Funktionen des Wilhelmsbader Karussells sehr viel weit reichender waren als die eines Vergnügungs- oder Gymnastikgeräts und sich jenes Karussell aus einer langen Tradition europäischer Festivitäten heraus entwickelte, die als bündnispolitische Repräsentationsmedien auch in der Grafschaft Hessen-Kassel mit großem Aufwand abgehalten wurden. Die detaillierte Untersuchung der Wilhelmsbader Parkstruktur, in deren Fokus die Einbettung des Karussells in das landschaftliche Gefüge des so genannten Vorderparks steht, bildet den Schwerpunkt der Studie.

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389 S.

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