Versteckte Dynamik - wirtschaftliche Innovationen in ländlichen Räumen.
Leibniz-Institut für Länderkunde
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Leibniz-Institut für Länderkunde
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DE
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Leipzig
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0943-7142
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Abstract
Wirtschaftliche Innovationen sind eine Triebkraft ökonomischer Entwicklung. Dennoch spielen Innovationen in der Forschung zu ländlichen Räumen kaum eine Rolle. Räumliche Innovationstheorien argumentieren mit Agglomerationsvorteilen, was den Blick auf kleine Cluster und Einzelunternehmen in ländlichen Räumen verstellt. Methodische Probleme entstehen durch die unzureichenden Indikatoren in der Sekundärstatistik zur Messung von Innovationen sowie die fehlende regionale Repräsentativität von groß angelegten Unternehmensbefragungen. So ist eine abschließende Beschreibung und Erklärung der räumlichen Verteilung von Innovationen kaum möglich. Empirische Befunde weisen aber darauf hin, dass Betriebe im ländlichen Raum bei gegebener Branchenstruktur nicht weniger innovativ sind als andere Betriebe. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf die komparativen Vorteile von ländlichen Räumen. Hier sind vor allem Betriebe, die in ihrer Innovationstätigkeit auf Kooperationen mit anderen setzen, angesiedelt. Zum Teil konnte eine relativ höhere Aktivität innovativer Unternehmen bei Prozessinnovationen oder bei der Einführung von Marktneuheiten nachgewiesen werden. Insgesamt gibt es zwar einen starken positiven Einfluss von Agglomerationseffekten auf die räumliche Verteilung von Betrieben innovativer Branchen, Unternehmen in ländlichen Räume haben aber dennoch strategische Möglichkeiten, um Standortnachteile auszugleichen und potenzielle Vorteile der geringen Dichte zu nutzen. Sie können Mitarbeiter weiterqualifizieren, um einer Fachkräfteknappheit zu entgehen, Wissen über räumlich weit entfernte Netzwerke generieren oder von der geringen Wettbewerbsintensität profitieren. Weitere Forschung ist jedoch nötig, um räumliche Innovationsprozesse besser zu verstehen und die beobachteten Muster zu erklären.
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Europa regional
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Nr. 2-3
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S. 79-94