Von Mitbestimmung zu Stadtoasen: multikulturelle Stadtpraxis in den Niederlanden.

Steiner
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Steiner

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Stuttgart

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0303-2493

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ZLB: Kws 155 ZB 6802
BBR: Z 703
IFL: Z 0073

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Abstract

In den Niederlanden sind Migranten längst eine Zielgruppe der Stadtpraxis. Schon seit Anfang der 1980er Jahre setzen sich private und öffentliche Auftraggeber mit den Wohnbedürfnissen von Zuwanderern auseinander. Insbesondere die allgemeine Stadterneuerungspolitik hatte Auswirkungen auf die Wohnverhältnisse von Migranten. Diese Etappe, auch "Bauen fürs Quartier" genannt, war geprägt von dem Gedanken der sozialen Integration durch Mitbestimmung. Das änderte sich im Laufe der neunziger Jahre. Aus der Politik des "Bauens fürs Quartier" wurde die der sozialökonomisch gemischten Viertel, eine Politik, die sich räumlich im Bau von sogenannten "Stadtoasen" niederschlägt. Das Wohnungsbauprojekt Le Medi, welches als Modell für die Aufwertung migrantisch geprägter Viertel gesehen werden kann, ist eine dieser Stadtoasen und wird als Fallbeispiel näher erläutert. Hier hatten Planer und Architekten keine Berührungsängste gegenüber nicht-westlichen Elementen. Le Medi illustriert, dass es bei der Frage, ob es wünschenswert ist, nicht-westliche Baukultur symbolhaft zum Ausdruck zu bringen, hauptsächlich um die Repräsentation von sozialer Distinktion geht. Für die Migrantengruppen wird expressive Symbolik von nicht-westlicher Kultur erst dann hoch geschätzt, wenn alteingesessene niederländische Gruppen der Mittelschicht bereit sind, sich diese Symbolik anzueignen. Für die Alteingesessenen hingegen symbolisiert dasselbe Wohneigentum vor allem den kosmopolitischen Lebensstil, durch den sie sich unterscheiden möchten von anderen, suburbanen Gruppen der Mittelschicht.

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Nr. 5

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S. 445-452

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