Verkehrsdatenerfassung mittels Floating Car Observer auf zweistreifigen Landstraßen.

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Kassel

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ZLB: Kws 305/79

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DI

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Abstract

Je besser die Datengrundlage zur aktuellen Verkehrslage ist, desto fundierter können Fahrzeugführer, Operatoren in Verkehrsleitzentralen und Entscheidungsalgorithmen in der Steuerungstechnik Entscheidungen fällen. Deren Einflussbereich endet in der Regel beim Übergang in das nachgeordnete Straßennetz, da dort eine adäquate Ausrüstung mit Detektoren aktuell nicht gegeben ist. Gerade hier liegen jedoch mitunter Potenziale brach, beispielsweise im Störungsfall überlastete Autobahnen durch eine situationsgerechte Lenkung des Umleitungsverkehrs temporär zu entlasten. Neben der lückenhaften und ungleich verteilten Ausstattung des Straßennetzes mit stationären Erfassungseinrichtungen bereitet die lokale Erfassung von Verkehrskenngrößen an festen Standorten einige grundsätzliche methodische Schwierigkeiten zur vollständigen Bestimmung des Verkehrszustands. Die heute verfügbaren Möglichkeiten von Satellitenortungs- und Mobilkommunikationstechnologien, insbesondere aber auch der Fahrzeugumgebungserfassung lassen es hinreichend vielversprechend erscheinen, den bereits vor mehr als fünfzig Jahren vorgestellten theoretischen Ansatz des "Moving Observers" aufzugreifen und seine praktische Realisierbarkeit unter heutigen Bedingungen zu prüfen. In Anlehnung an den Floating-Car-Data-Ausdruck wurde der Begriff "Floating Car Observer (FCO)" vorgeschlagen. Hierbei handelt es sich um ein Fahrzeug, welches neben seiner Funktion als FCD-Lieferant die eigene Fahrzeugumgebung beobachtet. Die Zielsetzung der Arbeit ist die Entwicklung einer Methodik zur Erfassung von Verkehrsdaten auf Basis des Moving Observers, die den heutigen Anforderungen an derartige Systeme gerecht wird. Die zu entwickelnde Methodik soll die vorhandenen Schwächen bestehender Datenerfassungseinrichtungen bestenfalls komplett kompensieren und eine Verbesserung der Verkehrsdatenerfassung und der Verkehrssteuerungsverfahren auf Basis einer verbesserten Datenlage durch die Generierung zusätzlicher lokaler und momentaner Verkehrskenngrößen bewirken.

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XXI, 233 S.

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Schriftenreihe Verkehr; 23