Wie das fiskalische System die Zersiedelung fördert: Eine Untersuchung der flächenrelevanten Steuern und Subventionen in der Schweiz.

Dt. Fachverl.
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Dt. Fachverl.

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DE

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Frankfurt/Main

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0931-0983

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ZLB: Kws 250,8 ZA 3482
BBR: Z 471
TIB: ZB 3717

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Abstract

Der zunehmende Druck auf die Landschaft durch Flächeninanspruchnahme und Zersiedelung führt in der Schweiz zu einer lebendigen öffentlichen Debatte über Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Raumentwicklung. Während Bevölkerungswachstum, steigende Einkommen und steigende Pendlerdistanzen als Haupttreiber angesehen werden, werden Flächeninanspruchnahme und Zersiedelung durch Marktversagen und Fehlanreize verstärkt. Eine wichtige Rolle spielen dabei Steuern und Subventionen. Der Artikel analysiert, wie fiskalische Anreize den Flächenverbrauch und die Zersiedlung in der Schweiz beeinflussen. Dabei werden drei zentrale Defizite des Systems der fiskalischen Instrumente mit nachteiligen Effekten auf die Raumentwicklung identifiziert: Erstens wird in der Schweiz Wohneigentum systematisch mit zu niedrigen Marktwerten besteuert. Zweitens führen Pendlerabzüge und mangelnde Durchsetzung des Verursacherprinzips bei den Externalitäten des Verkehrs dazu, dass die privaten Mobilitätskosten deutlich unter den sozialen Kosten liegen. Drittens scheiden die Gemeinden zu großzügig dimensionierte Bauzonen aus; Mehrwerte, welche durch Einzonung von Agrarland entstehen, schöpften (trotz entsprechender bundesgesetzlicher Grundlage) die meisten Kantone bisher nicht ab.

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Zeitschrift für Umweltpolitik & Umweltrecht

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Nr. 2

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S. 178-196

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