Zu wertvoll für die Deponie. Das Recycling von Altreifen erschließt wichtige Rohstoffe.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: Kws 274 ZB 6793
BBR: Z 551

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Abstract

Reifen bestehen aus einem Grundkörper und der Lauffläche. Der Grundkörper besteht in der Regel aus gummiummantelten Textilseilen, die vorwiegend aus Rayon und Nylon sind, dem Gürtel sowie dem Wulst, der einen Drahtkern enthält. Die Grundbestandteile der Reifenmischungen sind Kohlenwasserstoff-Polymere (Natur- oder Synthesekautschuk), Ruß, Stahl, Gewebe, Zinkoxid, Schwefel und sonstige Bestandteile. Seit vielen Jahren gibt es in der Europäischen Union (EU) aufgrund der Deponierichtlinie 1999/31/EC ein Deponierungsverbot für ausgediente Reifen, da von den deponierten Altreifen ernsthafte Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen. Altreifen fallen unter die Regelungen der EU-Richtlinie 2000/53/EC über Altfahrzeuge und sind damit auch in die darin festgelegten Vorgaben und Ziele für die Erfassung, das Recycling und die Weiterverwertung einbezogen. Weltweit fallen pro Minute zirka 3.000 Altreifen von Pkw, Lkw oder Baumaschinen an. Insgesamt ergibt sich jedes Jahr eine Masse von 13,5 Millionen Tonnen, davon 3,4 Millionen Tonnen in Europa. Bislang werden die wenigsten davon recycelt. Die anfallenden Altreifen werden zu einem großen Teil in der Zementindustrie als Ersatzbrennstoff zugemischt. Der kleinere Teil wird einer stofflichen Verwertung zugeführt. Dies erfolgt nur durch spezialisierte Unternehmen, die zur Behandlung dieser Abfälle berechtigt sind. Doch inzwischen erkennt man das wertvolle Rohstoffpotenzial vor dem Hintergrund ständig steigender Rohstoffpreise. Neben der Nutzung von sekundären Wertstoffen für neue Produkte ergeben sich für die Industrie auch zunehmend Möglichkeiten zur Verbesserung der Materialeigenschaften von Werkstoffgemischen. Ebenso werden im Forschungsbereich ständig neue Anwendungen für die gewonnenen Endprodukte erschlossen, wodurch die Wirtschaftlichkeit eines Altreifenrecyclings kontinuierlich wachsen wird.

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Entsorga

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Nr. 11

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S. 11-13

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