Der Beginenhof als Wohnprojekt für Frauen. Generationenübergreifendes Wohnen.
Hammonia
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Bandtitel
Herausgeber
Hammonia
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Hamburg
Sprache
ISSN
0939-625X
ZDB-ID
Standort
ZLB: Kws 510 ZB 6884
BBR: Z 143
BBR: Z 143
Dokumenttyp
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Autor:innen
Zusammenfassung
Beginenhöfe sind aus den mittelalterlichen Niederlanden und aus Flandern bekannt. Doch auch in Norddeutschland führten alleinstehende Frauen in derartigen Wohngemeinschaften ihr selbstbestimmtes Leben in besonderen Häusern. Da in Berlin mehr als 600.000 alleinstehende Frauen leben, wurde die jahrhundertealte Idee der Beginenhöfe mit dem Neubau einer Wohnanlage für Frauen in Berlin-Kreuzberg neu aufgenommen. In dem Beitrag wird das Wohnprojekt vorgestellt. Das Umfeld ist geprägt durch mehrgeschossige Häuser aus der Gründerzeit und stellt einen begehrten Wohnstandort dar. Es entstand eine Wohnanlage von hoher architektonischer Qualität mit 53 Wohnungen mit differenzierten und flexiblen Grundrissen. Alle Wohnungen sind barrierefrei und verfügen über einen Balkon. Vor Baubeginn im Jahr 2005 dauerte die Suche nach einem Finanzierungsmodell beinahe vier Jahre. Schließlich wurde ein niederländischer Bauträger gefunden, der das Grundstück erwarb und die Wohnungen an die Frauen verkaufte. Im Jahr 2007 konnten die ersten Bewohnerinnen einziehen. Inzwischen hat der niederländische Bauträger mit dem Bau von zwei weiteren Beginenhöfen in Berlin-Friedrichshain und Berlin-Pankow begonnen. Bereits vor Baustart waren 80 Prozent der 20 Wohnungen verkauft, obwohl der Verkaufspreis mit durchschnittlich zirka 2.500 Euro pro Quadratmeter auch für Berliner Verhältnisse nicht gerade günstig ist. Doch es werfen sich auch Fragen im Zusammenhang mit dem Wohnkonzept Beginenhof und dem Vererben im Todesfall auf. Das Wohnungseigentumsgesetz sieht diesen besonderen Fall der Weitergabe nur an Frauen nicht vor.
Beschreibung
Schlagwörter
Zeitschrift
Die Wohnungswirtschaft
Ausgabe
Nr. 3
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Seiten
S. 30-31