Vision. Wildnis in der Stadt - kein Widerspruch.

Alternative Kommunalpolitik
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Alternative Kommunalpolitik

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DE

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Bielefeld

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0941-9225

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ZLB: Kws 740 ZB 6736
IRB: Z 1674
BBR: Z 555

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Abstract

Urbane Grünräume fördern neben ihrem ästhetischen Reiz die biologische Vielfalt im Stadtgebiet und verringern Umweltbelastungen. Gleichzeitig sind sie Begegnungs-, Bewegungs-, Entdeckungs- und Erholungsorte. Dies gilt in besonderer Weise für urbane Wildnis, denn sie bieten Platz für vielfältige Tier- und Pflanzenarten und die Bevölkerung kann auf begehbaren Wildflächen im Stadtgebiet ursprüngliche Natur unmittelbar erfahren. Die spontane Naturentwicklung auf zuvor bebauten oder industriell genutzten Flächen wie beispielsweise leer stehende Gebäude, stillgelegte Bahnflächen und Baulücken birgt ein großes Potenzial. Doch häufig wird der Begriff urbane Wildnis mit Vernachlässigung und Unordnung assoziiert. Es gibt aber auch Ansätze, die das Potenzial von urbaner Wildnis stärken. In dem Beitrag werden hierfür Beispiele vorgestellt: In Großbritannien wird in dem Projekt "Wild City Exeter" ein besonderer Fokus auf Biodiversität und Bürgerbeteiligung gelegt. Im Rahmen des Projekts werden Hausgärten als Mini-Wildnis-Bereiche gefördert. Begleitend wird ein Biodiversitätsmonitoring durchgeführt. In Arnsberg wurde ein Renaturierungsprojekt entlang der Ruhr realisiert. Es lässt die eigendynamische Entwicklung des Flusses konsequent zu. Ein weiteres Beispiel ist das Schöneberger Südgelände in Berlin, wo sich auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs die Natur ungestört entwickeln konnte. Seit Öffnung für den Besucherverkehr ist das Gelände ein beliebtes Naherholungsgebiet. Das Biodiversitätsprogramm "Natur in der Stadt" in Hannover bündelt viele Einzelprojekte. Derzeit verfolgt die Stadt mit Dessau-Roßlau und Frankfurt am Main ein gemeinsames Wildnisprojekt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat ein Projekt gestartet, das die Kommunalpolitik von Wildnisprojekten überzeugen soll. Dabei spielt die Akzeptanz der Bevölkerung sowie die Beteiligung an der Planung urbaner Wildnisbereiche eine entscheidende Rolle.

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AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

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Nr. 5

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S. 44-45

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